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Donnerstag, 27. Juli 2017

Stolz und Vorurteil - Rezension

Stolz und Vorurteil
Cover vom Bloggerportal
Jane Austen
605 Seiten, Taschenbuch
Penguin Verlag

Inhalt


Da Stolz und Vorurteil einer der bekanntesten Klassiker ist, muss ich kaum jeamdem mehr sagen, worum es in der Geschichte geht, aber hier trotzdem ein kleiner Überblick über die Geschehnisse.

Mrs. Bennet hat fünf Töchter und diese zu verheiraten ist ihr höchstes Ziel. Mit der Ankunft ihres neuen Nachbarn, dem jungen, reichen und äusserst sympathischen Mr. Bingley erhofft sie sich, die älteste Tochter Jane unter die Haube zu bringen. Doch mit Mr. Bingley kommt auch dessen Freund, der launische Mr. Darcy, und dieser scheint überall seinen Einfluss wirken zu lassen. Die zweitälteste Tochter Lizzy, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, beobachtet mit scharfem Blick die Geschehnisse, um sie herum und, öfter als ihr lieb ist,  begegnet sie dabei Mr. Darcy.

Meine Meinung zu diesem Buch


Stolz und Vorurteil erschien 1813, also vor 204 Jahren, das scheint eine unglaublich lange Zeit zu sein. Aber immer wieder überraschte mich, wie modern Stolz und Vorurteil ist. Vor allem Lizzy Bennet, die Protagonistin, denkt sehr ähnlich, wie es viele Frauen heute tun. Sie lässt sich nicht vorschreiben, wen sie heiraten soll und möchte lieber als alte Jungfer sterben, als jemanden zu heiraten, den sie nicht mag. Neben dieser Einstellung besticht sie durch eine Intelligenz und einen Scharfsinn, den man so manchen Leuten heute nur wünschen kann. Obwohl Stolz und Vorurteil zu einem grossen Teil eine Liebesgeschichte ist, kann man sie zu keiner Sekunde kitschig nennen. Auch das hat man grösstenteils Elizabeths unabhängiger Sicht zu verdanken. Es bleibt stets dem Leser vorbehalten, sich selbst ein Bild der Figuren zu machen. Genau wie Elizabeth selbst, analysieren wir auch, die Handlungen und Aussagen der anderen Personen und überdenken unsere Meinung von ihnen immer wieder.
Ähnlich wie Lizzy, ist auch ihr Vater ein kluger und überlegter Mensch.
Gleich zu Beginn, auf Seite 9, wird er sehr treffend beschrieben: „In Mr. Bennet vermischen sich Scharfsinn, beißender Witz, Verschlossenheit und Launenhaftigkeit, auf eine so merkwürdige Weise, daß seine Frau ihn auch nach dreiundzwanzig Jahren noch immer nicht richtig einzuschätzen vermochte.“
Diese Eigenschaften sind mir sehr sympathisch und gleichen Mrs. Bennets Hysterie angenehm aus.
Genau wie die Mutter, sind auch die jüngeren Töchter eher mühsam, ihr Verhalten kindisch und überheblich, aber Lizzys Gedanken zu ihnen, belustigten mich immer wieder.
„Stolz und Vorurteil“ ist ein perfektes Werk, mit einem ebenso perfekt gewählten Titel. Die Zweideutigkeit des Wortes „Stolz“ wird gegen Ende des Buchs noch einmal aufgegriffen (Seite 506, wo Elizabeth sagt, dass sie stolz auf Darcy ist) und beschreibt damit sehr einfach, die riesige Veränderung, die die Hauptfiguren Lizzy Bennet und Fitzwilliam Darcy im Laufe der Handlung durchmachen.
Auch beim zweiten Mal lesen habe ich mich in der Welt der Bennets und Darcys sehr wohlgefühlt und ich würde wirklich gerne Longbourn,  Netherfield und Pemberley mal sehen.

Der Penguin Verlag hat mir ein wunderschönes Rezensionsexemplar der Übersetzung von Andrea Ott zu Verfügung gestellt, wofür ich wirklich dankbar bin.

Joëlle

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