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Montag, 10. Oktober 2016

Highly Illogical Behaviour von John Corey Whaley - Rezension


Bild von IG: @reading_joelle
Highly Illogical Behaviour

John Corey Whaley

Ca. 250 Seiten, Paperback

Faber and Faber (english)

Inhalt

Solomon ist 16 Jahre alt und hat seit drei Jahren das Haus nicht mehr verlassen. Damit meine ich nicht, dass er nicht verreist oder keine Freunde hat, die er besuchen könnte. Nein, damit will ich sagen, dass Solomon keinen Fuss mehr vor die Haustür gesetzt hat, seit 3 Jahren. Er war nicht einmal im Garten draussen.
Für uns mag das unverständlich sein, aber Solomon leidet an Agoraphobie (Angst vor weiten Plätzen und grossen Menschenansammlungen, das Gegenteil von Klaustrophobie), die, seit er sich nur zu Hause aufhält, deutlich weniger geworden sind.
Er sieht deshalb keinen Grund, sein Haus je wieder zu verlassen. Er ist „homeschooled“ und hat sich als riesiger „Star Trek the Next Generation“ ein eigenes Holodeck in der Garage gebaut. Das einzige, was er draussen vermisst, ist das Wasser.
Als dann eines Tages ein Mädchen namens Lisa seiner Mutter einen Brief für ihn mitgibt, in dem sie ihm sagt, sie wolle seine  Freundin werden, ist er zwischen Angst und Neugier hin und her gerissen.
Wird Lisa versuchen, ihn aus seinem sicheren Haus heraus zu holen? Und welche Rolle spielt Lisas Freund Clark in dieser Geschichte?

Meine Meinung zu dem Buch

Von Anfang an war mir Solomon sehr sympathisch, obwohl man ihn nicht sehr gut kennen lernt. Er ist zwar der Protagonist, aber „Highly Illogical Behaviour“ ist kein besonders dickes Buch, leider.
Mit Lisa hingegen konnte ich mich nicht besonders gut anfreunden.
Das Grundkonzept des Buches ist eigentlich recht einfach und immer wieder habe ich versucht zu erraten, was wohl geschehen wird. Und immer lag ich falsch. (Mehr dazu im Spoiler-Teil.)

Das Buch lässt sich sehr schnell und flüssig lesen und wie zu erwarten ist es sehr Figuren- und Emotionenbetont. Im Laufe der Geschichte werden  nur eine Handvoll Figuren eingeführt und Lisa, Clark und Solomon tragen die ganze Geschichte, aber diese Einfachheit hat für mich Solomons Situation besser erspürbar gemacht, denn er sieht ja auch kaum andere Menschen.

John Corey Whaley hat mich bis jetzt noch nie enttäuscht und ich freue mich schon auf weitere Bücher von ihm.
Ich gebe „Highly Illogical Behaviour“ 5 von 5 Sternen.

Spoilery Thoughts – DANGER! – SPOILERS AHEAD!

Ugh, Lisa hat mich sehr genervt! Ich rühme mich selbst damit, eher schlau zu sein, aber so besserwisserisch und bevormundent, wie Lisa, bin ich hoffentlich nicht. Ich konnte keine Sekunde lang verstehen, wieso Clark sie liebt. Ich habe immer gehofft, Clark und Solomon würden am Ende zusammen kommen, aber, wie oben erwähnt, lag ich mit meinen Vermutungen ständig falsch.

Ich habe zum Beispiel erwartet, dass es eine grosse, emotionale Szene geben würde, bei der Lisa oder Clark aus dem Haus rennen und Solomon seine Ängste verliert und ihr/ihm hinausfolgt, aber das kam nie so. Ich fand es tatsächlich viel eindrucksvoller, dass Sol den Schritt nach draussen in den Garten ganz alleine und still getan hat.

Clark und Solomons Freundschaft wachsen zu sehen war schön und Solomons Gedanken und Gefühle wirkten auf mich nie erzwungen, sondern ehrlich und aufrichtig. Es wurde nichts beschönigt.

Ich hoffe ihr konntet mit meiner Rezension etwas anfangen und vielleicht bis zum nächsten mal hier, oder auf meiner Instagramseite @reading_joelle

Joëlle

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